Die Freiheit zum Denken

Whistleblower oder Denunziant?

Da die Propaganda immer wieder bewußt den ekelhaften Denunzianten schützt und den ehrbaren Whistleblower an den Pranger stellt, hier die ausgezeichnete Erklärung, was was ist:

„Die drei wesentlichen Elemente sind erstens: Der Whistleblower handelt nicht egoistisch motiviert, da er nicht nach persönlichem Vorteil oder medialer Aufmerksamkeit strebt. Zweitens: Er enthüllt einen gravierenden Missstand auf Seiten von Machthabenden. Und drittens gibt es ein gewichtiges öffentliches Interesse an der Enthüllung. In dem Maße, wie ein Enthüllungsakt von diesen drei Kriterien abweicht, verflüchtigt sich dessen Ehrbarkeit und verschiebt sich das Whistleblowing zum Denunziantentum. Und aus dem Helden wird eine selbstsüchtige Petze, ein querulatorischer Rechthaber oder eine sonst wie tragische Figur.“
Susanne Baumstark am 13-02-2016

„Der Watergate-Fall zeigt die drei wesentlichen Elemente ehrbaren Whistleblowings geradezu idealtypisch: Die Motive des Enthüllers sind erstens nicht egoistischer Natur, er strebt weder nach einem persönlichen Vorteil noch nach medialer Aufmerksamkeit; er enthüllt zweitens einen gravierenden Missstand oder Gesetzesverstoss aufseiten der Mächtigen (und nicht etwa nur die Tatsache, dass der Nachbar sein Auto im Parkverbot abgestellt hat); und es gibt drittens ein gewichtiges öffentliches Interesse an der Enthüllung (es geht also nicht um die Befriedigung voyeuristischer Interessen des Publikums).
In dem Masse, wie ein Enthüllungsakt von diesen drei Kriterien abweicht, verflüchtigt sich dessen Ehrbarkeit und verschiebt sich das Whistleblowing zum Denunziantentum.“
Peter Schneider am 09-02-2012

Advertisements

Schlagwörter-Wolke

%d Bloggern gefällt das: