Die Freiheit zum Denken

„Fast 30 Jahre später reicht die unsichtbare Wand höher denn je, wölbt sich schützend über denjenigen, die noch immer ihr schlichtes, dichotomisches Weltbild mit einem „fortschrittlichen“ Anspruch verbinden. Unter der geschlossenen Käseglocke der politischen Korrektheit sind die Rollen von Gut und Böse eindeutig verteilt. Der US-Präsident mit der blonden Tolle ist der neue Hitler. Flüchtlinge und Migranten sind eine Art moderner Engelwesen, die den alten weißen heterosexuellen Männern deren historische Schuld ins Bewusstsein rufen. Islam bedeutet Frieden, und die weltweit diskriminierten und verfolgten Muslime sind die neuen Juden. Alle guten Menschen, egal welcher Herkunft, Kultur und Religion, könnten permanente Multikulti-Feste feiern, wenn sich nicht dumpfe Nazis und Pegida-Deutsche wie Zombies aus ihren muffigen Gräbern erheben würden.

Derart plätschert der Mainstream dahin, angetrieben von Politikern, Kirchenführern, Medienschaffenden und Künstlern. Seitdem Angela Merkel vor anderthalb Jahren die Weichen in Richtung unkontrollierte Massenzuwanderung gestellt hat, frönen auch bis dahin unpolitische Menschen kritiklos der linksextremistischen „No border – no nation“-Ideologie: keine Grenzen oder Kontrollen mehr im La-La-Land, kein Mensch ist illegal (außer Rassisten und Rechtspopulisten)! Da fühlt sich auch der letzte Spießer endlich „weltoffen“. Die Konsequenzen dieser Ideologie – eine Verlagerung der äußeren Grenzkontrollen bis auf die letzte Dorfkirmes, das endgültige Auseinanderbrechen jedes gesellschaftlichen Zusammenhalts – überblickt er nicht. Doch auch wenn er Grenzen jeder Art für überholt hält – den Verlauf der unsichtbaren Wand respektiert der links angehauchte Spießbürger unbedingt, hält sich peinlich genau an ihren Verlauf: bloß nichts Unkorrektes sagen, nur keinen Beifall von der falschen Seite, immer schön im Hauptstrom bleiben!“
Unter der Käseglocke im La-La-Land -Von Oliver Zimski 04-02-2017

„So schließt sich der Kreis der Generationen. Die Enkel, die alles anders machen wollten als ihre Großväter, die glauben, auf der sicheren Seite zu sein, nur weil sie nicht „rechts“ sind, erweisen sich als ähnlich verführbar und in die eigenen Lebenslügen verstrickt, als ähnliche Mitläufer, als ähnlich blind und taub für unangenehme Wahrheiten. Einen Unterschied gibt es allerdings: Unsere Großvätergeneration hätte Widerstand leisten müssen unter den Bedingungen einer Diktatur, die nicht zögerte, Menschen wegen eines politischen Witzes erschießen zu lassen. Das Risiko der Enkelgeneration beim Durchschreiten der unsichtbaren Wand ist ungleich geringer: es erforderte lediglich ein wenig Zivilcourage, nicht mit der Herde mitzublöken, der eigenen Wahrnehmung zu trauen und das eigene Denken zu aktivieren.“

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Schlagwörter-Wolke

%d Bloggern gefällt das: