Die Freiheit zum Denken

„Nun haben sich Universitäten in der Vergangenheit und regelmäßig zu Bütteln von Ministerien und politischem Zeitgeist gemacht und sich willig dafür bezahlen lassen, dass sie politische Einflussnahme dulden. Universitäten haben sich zu Kindergärten umfunktionieren lassen, an denen die Kindertagesstätte eine wichtigere Rolle spielt als die Ausstattung der Bibliotheken. Sie haben sich willig für eine Aufnahme in das Professorinnenprogramm beworben und die wissenschaftliche Lauterkeit und Fairness für ein paar Euro verscherbelt. Universitäten bieten ihrem Staat und seinen Parteien die Möglichkeit, Professuren zu finanzieren, wie dies an der HU-Berlin der Fall ist, um über diese Professuren Einfluss auf die Universitätspolitik zu nehmen, und nicht zuletzt haben Universitäten dabei zugesehen, wie sie mit politischen Kommissaren, die als Gleichstellungsbeauftragte die Einhaltung staatlicher Vorgaben überwachen sollen, durchsetzt wurden.

Und nun haben sie den Salat.

Nun mischen sich Hinz und Kunz in die Berufung von Wissenschaftlern an Universitäten ein, und zwar immer dann, wenn ihnen die entsprechenden Personen ideologisch nicht passen.
[…]
Heute gilt: Hinz und Kunz versucht zu verhindern, dass Universitäten ihrem Auftrag, nämlich dem Gewinn von Erkenntnis, auch wirklich nachkommen.
[…]
Zu diesem Zweck nehmen Politiker und Ministerien seit Jahrzehnten ideologischen Einfluss auf Universitäten.“
Israelitis: Die Universität Hamburg und die Wissenschaftsfreiheit -Von Michael Klein 28-01-2017

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